Renaturierung einer Ackerfläche am Nationalpark Kellerwald-Edersee

Ausgangslage am 20. Juli 2016: Ein abgeerntetes Gerstenfeld.
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Der Artikel behandelt den Versuch einer Renaturierung einer Ackerfläche am Rande des Nationalparks Kellerwald-Edersee.

Ausgangslage und Grundgedanke

In der Nähe des Nationalparks Kellerwald-Edersee konnte im Sommer 2016 eine Kleinfläche von rund 1.400 m² erworben werden. Es handelt sich um das Teilstück einer bisher intensiv bewirtschafteten Ackerfläche. Experimentell soll der Versuch unternommen werden, die Fläche beschleunigt zu renaturieren und in ein naturnahes Kleinbiotop mit natürlicher Vegetation umzuwandeln.

Die Fläche liegt auf ca. 280 m ü. NHN und wurde bis Juli 2016 als intensiv bewirtschaftetes Gerstenfeld auf Braunerde genutzt. Im Norden und Osten wird das Grundstück von einem steil abhängigen Grünstreifen begrenzt, der etwa 16 bis 20 Meter breit ist und dicht von 20 bis 30 Jahre alten Büschen, Hecken und Bäumen bewachsen ist. Die Dichte der Vegetation verhindert die Passage von Menschen und größeren Säugetieren, so daß hier eine natürliche Barriere vorhanden ist. Im Westen und Süden grenzt eine intensiv bewirtschaftete Ackerfläche an. Das Grundstück kann daher nicht befahren oder von Passanten betreten werden, so daß insoweit eine ungestörte Entwicklung gewährleistet ist. Jenseits der südlich angrenzenden Ackerfläche (Breite: ca. 60 Meter) schließt sich Grünland mit Hecken an, das zum Teil als Weideland genutzt wird und Populationen von Rehwild, Schwarzwild, Füchsen, Hasen und Kleinsäugern aufweist.

Die weitgehende Abwesenheit von Kräutern, Kornblumen und Gräsern in und am Rande des bisherigen Gerstenfeldes lassen den Einsatz von Herbiziden vermuten. Es soll vorliegend untersucht und dokumentiert werden, wie schnell diese Fläche wieder mit natürlicher Vegetation und Fauna besiedelt werden kann. Hierbei soll das Grundstück nicht als Brache seiner natürlichen Entwicklung überlassen bleiben, sondern die Renaturierung durch Saat- und Pflanzmaßnahmen angestoßen und beschleunigt werden.

Angedachte Entwicklungsmaßnahmen

1. Das Gerstenfeld wurde Mitte Juli 2016 abgeerntet und von dem bisherigen Bewirtschafter mit einer neuen Zwischensaat versehen, die Ende Juli 2016 bereits aufgeht. Am 30. und 31. Juli 2016 wurden per Handsaat Samen von Wildkräutern, Wildblumen und Wildgräsern auf die Fläche aufgebracht. Zu diesem Zweck wurden im Juli 2016 mehrere Kilogramm Samen mehrerer dutzend verschiedener Kräuter, Blumen und Gräser von den umliegenden naturnahen Wiesen, Waldrändern und Feldrainen gesammelt. Ziel war es, in einem ersten Schritt die Ackerfläche noch vor dem Wintereinbruch in eine naturnahe Wiese zu verwandeln. Es war jedoch damit zu rechnen, daß aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit, der eingebrachten Zwischensaat (mutmaßlich Getreide, Gelbsenf, Raps, o.ä.) sowie der Herbizidrückstände nur ein Teil der Saat vor dem Winter angeht. Ferner wurden die gesammelten Pflanzensamen zunächst ohne Rücksicht auf Keimzeit und Standortanforderungen eingebracht. Mit einer ersten Umwandlung in eine naturnahe Wiese war daher erst im Zuge einer weiteren Aussaat im Frühjahr 2017 zu rechnen. Zu diesem Zweck wurden im Spätsommer und Herbst 2016 weitere reife Samen heimischer Pflanzen gesammelt.

2. Die zahlreich vorhandenen Feldsteine sollen zum Teil genutzt werden, um die Versuchsfläche durch einen unbefestigten Natursteinwall von der Ackerfläche abzugrenzen. Als Nebeneffekt dürften sich an dem Steinwall entsprechende Pflanzen, Insekten und möglicherweise Eidechsen ansiedeln lassen. Ferner ist am Grenzstreifen die Pflanzung von für Insekten und Vögel ökologisch wertvollen Heckenpflanzen geplant.

12. Juni 2016. Vor der Ernte.
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3. Um die natürliche Entwicklung anzustoßen, soll das Grundstück mit Totholz angereichert werden, das sich in einem bereits fortgeschrittenen Zersetzungsprozeß mit Pilzen, Moosen und Insekten befindet. Zur Wiederbelebung des Bodens sollen zudem mikroorganismenreiche Bodenproben aus naturnahen Wäldern und Wiesen eingebracht werden. Im übrigen finden sich in der näheren Umgebung artenreiche Wald-, Wiesen- und Brachflächen, so daß zeitnah eine natürliche Besiedlung mit ortsansässigen Pflanzen und Tieren einsetzen dürfte.

4. Durch die Aussaat von Bucheckern und Eicheln sowie das Pflanzen junger Buchen und Eichen soll zudem die Entwicklung zu einer natürlichen Laubbewaldung angestoßen werden. Auf lange Sicht dürften aufgrund der geringen Größe der Versuchsfläche - falls keine zusätzlichen Flächen dazugekauft werden können - allenfalls acht bis zehn große Buchen und Eichen Platz finden.

5. Mit den vorhandenen Feldsteinen sowie herbeigeschafften Schiefer- und Grauwackesteinen sollen im Boden Höhlen als Brut-, Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten sowie überirdisch Ansitzflächen für Insekten, Amphibien und Echsen geschaffen werden. Solange nicht genügend Totholz und Vegetation vorhanden ist, kann vorübergehend auch an Unterstützungsmaßnahmen wie "Insektenhotels" und Bruthilfen für Vögel gedacht werden.

6. Um die langfristige Entwicklung über mehrere Jahrzehnte zu sichern, soll das Grundstück erbrechtlich durch entsprechende Auflagen an einen zur Erhaltung bereiten Naturschutzverband vermacht werden.

Pflegemaßnahmen

Abgesehen von den Anstoßmaßnahmen soll die Flora und Fauna ihrer natürlichen Entwicklung überlassen bleiben, um diese zu dokumentieren. Ausnahmen hiervon sollen etwa im Falle einer monokulturellen Einnahme des Grundstücks durch bestimmte dominierende Pflanzenarten gemacht werden, z.B. bei großflächiger Verwilderung mit Brennnesseln o.ä., die die Entwicklung einer großen Pflanzenvielfalt mittelfristig behindern würde. Ebenso soll eine Verbuschung unterbunden werden, die den Buchen- und Eichenwuchs stark behindern oder unterdrücken könnte. Ferner werden sich ansiedelnde Nadelbäume entfernt. Mittelfristig soll auch die Bildung eines sehr dichten Buchen- bzw. Eichenjungwaldes verhindert und stattdessen der Wuchs einzelner starker Bäume gefördert werden. Letztere sollen jedoch sodann ohne "pflegende" Eingriffe in den natürlichen Wuchs sich selbst überlassen bleiben. Experimentell soll auch das Anlegen von speziellen Kleinstbiotopen, z.B. Fels- und Steingesellschaften, kleine Aufschüttungen und Gräben sowie die sich hieraus ergebende spezielle Pflanzenwelt erprobt werden. Sämtlichen Entwicklungsideen sind durch die geringe Größe der Fläche Grenzen gesetzt.

Obgleich die Kleinfläche dem Motto "Natur Natur sein lassen" verpflichtet sein soll, um eine natürliche Entwicklung zu beobachten, entspricht es dem menschlichen Drang, Entwicklungen anzustoßen und zu beschleunigen, um an ihnen innerhalb der eigenen, vergleichsweise kurzen Lebenszeit noch teilhaben zu können. Die natürliche Rückentwicklung einer naturfernen Ackerfläche in eine naturnahe Waldgesellschaft würde Jahrzehnte in Anspruch nehmen, bevor sich aus der Brachfläche ein Vorwald mit Birken und anderen Pionierwaldpflanzen bildet. Dementsprechend finden sich auch im angrenzenden Nationalpark Kellerwald-Edersee Pflege- und Entwicklungszonen, in denen die natürliche Entwicklung zu den "gewünschten" Pflanzengesellschaften mittels Entfernung von Fichten, Douglasien und anderen "Fremdkörpern" angestoßen und beschleunigt werden soll, obschon die Natur dies auf lange Sicht selbst erledigen würde.

Es ist mir bewußt, daß die Renaturierung einer Kleinfläche in Anbetracht der hohen täglichen Flächenversiegelung in Deutschland nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Ferner ist damit zu rechnen, daß die Fläche nicht zeitnah die angedachte Entwicklung nimmt, sondern in "unerwünschter" Weise zu "verwildern" droht. Gleichwohl soll der Versuch unternommen werden, eine hohe und natürliche Biodiversität von ausschließlich heimischen Pflanzen, Insekten, Mikroorganismen, Pilzen, Vögeln und Kleinsäugern auf kleinem Raum zu schaffen.

Entwicklung

2016

Juli: Mitte des Monats erntet der bisherige Pächter das Gerstenfeld ab und bringt offenbar eine Zwischenfrucht ein. Am 30./31 Juli werden per Handsaat Samen von Wildgräsern und Wildblumen aus dem umliegenden Wald- und Feldrainen ausgesät. Erste Keimlinge der Zwischensaat werden sichtbar und begrünen das Feld.

August: Am 10. August ist der Aufgang der Zwischensaat deutlich fortgeschritten. 10-15 cm hohe Getreidehalme begrünen das Feld. Dazwischen wachsen bereits Keimlinge der ausgebrachten Wildgräser und -blumen. Am Rande der Fläche haben sich Weinbergschnecken eingestellt. Per Handsaat werden weitere 1.000 Gramm Samen heimischer Wildgräser, -kräuter und -blumen auf die Fläche aufgebracht.

Am 21. August hat sich die Getreidezwischensaat bei einer Höhe von ca. 20 cm vielfach gelb verfärbt. Die Keimlinge der Wildkräuter sind recht stark entwickelt und zum Teil bereits 15 bis 20 cm hoch. Noch einmal werden rund 500 Gramm zuvor gesammelter Samen von Wildgräsern und -kräutern ausgebracht. In dem östlichen Grünstreifen fällt innerhalb des dichten Bewuchses ein bodennahes Loch von ca. 50 cm Durchmesser in der Hecke auf, durch welches ein Gang in das Unterholz führt. Kotspuren im Umkreis um diesen Eingang lassen einen Fuchsbau vermuten.

September: Noch einmal von vorne. Der bisherige Bewirtschafter der Fläche hat das Feld erneut geeggt und die bisherige Aussaat zerstört. Nur wenige Gräser und Kräuter haben "überlebt" oder sind schon wieder neu ausgetrieben. Die Fläche wurde deshalb am 3. September mit einem Weidezaun und Feldsteinen abgegrenzt. Am 16. September wird die Umzäunung vollendet und weiteres Totholz auf die Fläche aufgebracht. Ferner werden Bucheckern und Eicheln gesät. Von der früher eingebrachten Saat hat sich vor allem der Buchweizen (20-30 cm Wuchshöhe) gut entwickelt, des weiteren Gräser, vereinzelt Jungpflanzen von Studentenblumen, Phacelia (Bienenfreund), Sonnenblumen, Winterraps und Disteln. Am 25. September wird weiteres Totholz auf der Fläche verteilt sowie nochmals Wildgras- und Wildblumensorten gesät. An der Grenze zu den umliegenden Ackerflächen werden Kerne von Weißdorn, Schlehdorn und Hagebutten gepflanzt. Weitere Bucheckern, Eicheln und vereinzelte Maiskörner werden unter die Erde gebracht. Versuchsweise wurden zwei Jungbuchen und Waldboden mit Waldkräutern aus einem nahegelegenen Buchenwald auf die Fläche umgesiedelt. Die langanhaltende Trockenheit verhindert die Keimung vieler der eingebrachten Samen. Einzelne Kohlweißlinge haben sich auf den blühenden Buchweizenpflanzen eingefunden. Am noch überwiegend kargen Boden sind außer wenigen roten und schwarzen Gartenameisen noch keine Insekten auszumachen.

Oktober: Am 2. und 6. Oktober werden noch einmal insgesamt 4.000 Gramm Samen verschiedener Gräser, Blumen und Kräuter ausgesät. Ferner werden etwa 800 Bucheckern (Rotbuche), Eicheln (Stileiche), Kastanien (Rosskastanie), Haselnüsse, Walnüsse und Früchte von Feld- und Spitzahorn ausgebracht. Schließlich werden ca. 400 Blumenzwiebeln heimischer Frühjahrsblüher gepflanzt (Schneeglöckchen, Krokusse, etc.) sowie zur Herbstsaat geeignete Wildblumensamen verteilt (Klatschmohn, wilde Kornblumen, Gänseblümchen, Margeriten, Kamille, Ackerringelblumen, Löwenzahn, Schlüsselblumen). Das Saatgut wurde in den vergangenen Wochen in unterschiedlichen Regionen und Höhenlagen Nordhessens auf Wiesen und in Wäldern gesammelt, um eine möglichst hohe genetische Vielfalt zu erzeugen. Die Fläche wird weiter mit Totholz aus den umliegenden Baumbeständen angereichert, die Grenzen mit Feldsteinen belegt. Die eine Woche zuvor umgesetzten Jungbuchen sind nicht angegangen, sondern vertrocknet. Im übrigen haben alle Pflanzen und Keimlinge infolge des nach langer Trockenheit gefallenen Regens einen Wachtumsschub erfahren. Serradella, Buchweizen und Gelbsenf haben sich bereits auf Wuchshöhen von 50 bis 100 cm entwickelt, sind aber bislang nur inselartig auf der Fläche angegangen. Zwischen hohen Pflanzen ist der Großteil der Fläche noch immer unbewachsen. Insbesondere die eingesäten Wildgräser-, -kräuter und -blumen sind bislang nur vereinzelt gekeimt. Kräftiger entwickelt sind nur etwa 10 verschiedene Pflanzensorten. An tierischen Spuren sind derzeit lediglich Fuchskot, Mäuselöcher und Singvögel festzustellen. Den 17. Oktober ist infolge des naßkalten Wetters der vergangenen Tage, mit ersten leichten Bodenfrösten, kein weiterer Wachstumsfortschritt festzustellen. Buchweizen und junge Sonnenblumen sind von Wild verbissen. Die zwei Wochen zuvor ausgesäten Gras- und Kleesorten sind kaum gekeimt, vereinzelt sind Weiß- und Rotklee angegangen. Noch einmal werden Weiß- und Schlehdorn, einige Eicheln, Wildblumensamen sowie Totholz und Laub auf die Fläche aufgebracht. Ferner wird mit Feldsteinen der Wall zu der angrenzenden Ackerfläche weiter ausgebaut. Auf der Fläche ist zahlreich Kot von Rehwild und Hasen bzw. Kaninchen vorhanden. Am 21. Oktober wird die Fläche weiter mit Totholz und Moosen angereichert. Von einem benachbarten wilden Apfelbaum wird Fallobst auf dem Feld verteilt. Den 23. Oktober werden noch einmal stark vermodertes, mit Pilzen, Moosen, Larven, etc., besetzes Totholz aus einem nahegelegenen Waldstück hergeschafft und einige "Totholzinseln gebaut". Es bleibt abzuwarten, ob diese aus einem feucht-dunkeln Waldstück entnommenen Pflanzengesellschaften auf einer noch relativ offenen und trockenen Ackerfläche angehen. Totholz soll die Renaturierung der Fläche fördern. Um auf das Niveau eines naturnahen Waldes zu gelangen, müßten 30 bis 40 m³ auf die Fläche aufgebracht werden. Das entspräche 250 m³/ha. Derzeit sind es nur 1-2 m³, da aus logistischen Gründen, vor allem mangels eines Zufahrtswegs zu der Fläche, nur relativ kleinteilige Tothölzer wie Äste und Wurzeln zu Fuß herbeigeschafft werden können. Etwa 10 Jungbuchen wurden im Nachbarwald vorsichtig ausgegraben und hierher versetzt. Erfahrungsgemäß reagieren Jungbuchen auf die Umsetzung jedoch empfindlich, da eine Verletzung einzelner Wurzeln zumeist nicht zu vermeiden ist und die Jungbuchen sich nur im Waldboden nahe des Mutterbaums wohlfühlen. Außerdem wurden einige im Topf gezogene zweijährige Stileichen mit Begleitgrün (Gras, Ringelblumen, Studentenblumen [Tagetes erecta]) gepflanzt. An vielen Stellen beginnen nunmehr die ausgebrachten Gras- und Kleesamen zu keimen. Obwohl die Fläche bislang intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde, ist der Boden stark mit Regenwürmern durchsetzt. Am östlichen Heckensaum haben sich weitere Weinbergschnecken eingestellt. Von den in den vergangenen Wochen zahlreich oberirdisch verteilten Eicheln, Bucheckern und Kastanien ist nur noch wenig zu sehen; offenbar haben sich Tiere hieran bedient. Am 26. Oktober werden ca. 1/4 m³ kleinteiliges Totholz sowie weiteres Apfelfallobst verteilt. Der Buchweizen ist fast vollständig von Wild verbissen; den Trittsiegeln zufolge von Rehen.

November: Am 20. November werden weitere 1.000 Bucheckern (Rotbuche) sowie mehrere hundert Eicheln (Stil- und Traubeneiche), Kastanien (Rosskastanie), Samen von Hainbuchen sowie 1/10 m³ Totholz (Eiche) verteilt. Aufgrund der zwischenzeitlichen Schneebedeckungen und mäßigen Nachtfröste ist der Bewuchs in der Höhe rückgängig. Im bodennahen Bereich keimen trotz der herbstlichen Witterung wider Erwarten jedoch zahlreiche neue Pflanzen, vor allem Gräser, Klee und Hirtentäschel. Die Zwischenräume werden von Moosen und Flechten eingenommen. Ingesamt ist die Vegetation in den vergangenen vier Wochen in der Höhe naturgemäß zurückgegangen, aber bodennah erheblich dichter geworden. Die im Oktober gepflanzten Jungbäume sind zum Teil von Wild verbissen worden. Oberflächlich dominieren noch immer Buchweizen, Bienenfreund und Winterraps. Bei näherer Betrachtung offenbart sich jedoch schon in der ausklingenden Vegetationsphase die Vielfalt der ausgesäten Pflanzensorten.

2017

Februar: Am 13. Februar ist die seit Anfang Januar bestehende Schneedecke abgetaut. Die Vegetation zeigt sich aufgrund der seit Wochen herrschenden niedrigen Temperaturen mit teils strenken Nachtfrösten (unter -10° C) im wesentlichen auf die Grasnarbe reduziert. Der noch Ende November festgestellte höherwüchsige Krautbestand, einschließlich des Winterrapses, ist unter Frost und Schnee oberflächlich weitgehend eingegangen. 1.000 Gramm Sonnenblumenkerne aus einem Vogelfutterbestand werden auf der Fläche verteilt.

März: Auch am 3. März zeigt sich noch wenig vom Frühling. Weder Schneeglöckchen noch Krokusse sind bislang erschienen. Einige wenige Blumenzwiebeln schieben zaghaft grüne Triebe aus der Erde. Es werden Samen von Wildblumen (Klatschmohn, wilde Kornblumen, Gänseblümchen, Wildblumenmischungen) sowie 1.000 Gramm Gras- und Kleesamen (Deutsches und Welsches Weidelgras, Wiesenschwingel, Rotschwingel, Wiesenrispe, Weißklee, Rotklee) auf der Fläche verteilt. Die Mitte Februar ausgebrachten Sommenblumenkerne sind weitgehend von Mäusen und Vögeln gefressen worden. Den 9. März ist die Fläche infolge der recht milden, regnerischen und nachfrostfreien vergangenen Tage bereits etwas ergrünt. Von den im Oktober gepflanzten rund 400 Frühblühern sind bislang nur eine Handvoll Krokusse zu sehen. Bodennah ergrünen die ersten frischen Gras- und Kleetriebe. Zahlreiche Mäuselöcher sind von leeren Samenschalen umgeben. Der 14. März ist der erste warme, sonnige Frühlingstag mit Lufttemperaturen um 15 Grad und Bodentemperaturen von über 20 Grad. Neben Krokussen und Schneeglöckchen blühen jetzt auch die ersten niederen Kräuter und Blumen, vor allem rote Taubnesseln. Die milde Witterung hat die ersten Hummeln und Schmetterlinge auf die Fläche gelockt. Da auf absehbare Zeit kein Frost und Schnee mehr angesagt ist, werden in großen Mengen die im vergangenen Sommer/Herbst gesammelten Wildgras-, -kräuter- und -blumensamen auf der Fläche verteilt; zum Teil nur oberflächlich, teilweise mit Erde bedeckt. Von den im Herbst ausgebrachten Baumsamen konnte nur ein keimender Ahorn entdeckt werden. Auf der Fläche wird noch einmal 1/10 m³ Totholz aus Ästen und Scheiten verteilt. Am 17. März sind bereits deutlich mehr Frühblüher wie Krokusse und Narzissen zu erkennen. Am 18. März werden noch einmal 300 Gramm Wildgras- und -blumensamen auf dem Boden verteilt. Unter den in den vergangenen Monaten gesammelten und ausgesäten Samen befanden sich: Ackerstiefmütterchen, Acker-Löwenmaul, Acker-Vergissmeinnicht, Adonisröschen, Akelei, Beifuß, Bischofskraut, Bittere Schleifenblume, Blauer Lein, Borretsch, Buchweizen, Dill, Echtes Johanniskraut, Echter Kümmel, Echtes Labkraut, Esparsetten, Färberdistel, Färber-Hundskamille, Färber-Wau, Feldrittersporn, Fenchel, Gartenpetersilie, Gemeiner Lein, Gemeine Nachtkerze, Gemeiner Odermennig, Gemeine Wegwarte, Gemeiner Wirbeldost, Gewöhnliches Hirtentäschel, Gewöhnliches Hornkraut, Gewöhnliche Hundszunge, Gewöhnliche Pechnelke, Gewöhnliche Scharfgarbe, Gewöhnliche Wucherblume, Hopfenklee, Hornklee, Inkarnatklee, Jungfer im Grünen, Klatschmohn, Kleine Braunelle, Kleiner Wiesenknopf, Koriander, Kornblumen, Kuckuckslichtnelke, Leimkraut, Luzerne, Margerite, Moschus-Malve, Ölrettich, Oregano, Pastinake, Phacelia, Ringelblumen, Rainfarn, Rote Lichtnelke, Rotklee, Saat-Wucherblume, Schwedenklee, Serradella, Sonnenblume, Spitzwegerich, Weißes Labkraut, Weiße Lichtnelke, Weisse Margerite, Weißer Senf, Wiesenbärenklau, Wiesenkerbel, Wiesen-Pippau, Wiesensalbei, Wilde Karde, Wilde Malve, Wilde Möhre, Winterkresse, Zottige Wicke. Am 22. März sind eine Vielzahl von Frühblühern aufgegangen, insbesondere Krokusse und Osterglocken. Außerdem zeigen sich in großer Zahl Ahornkeimlinge, die binnen weniger Tage auf fünf Zentimer angewachsen sind. Es werden weitere 300 Gramm Wildblumen- und -kräutersamen ausgesät, außerdem noch einmal 1/10 m³ Totholz verteilt. Das Totholz, ausschließlich dickere Äste, weist einen unterschiedlich Zersetzungsgrad auf: von frisch geschlagen bis deutlich von Pilzen und Insekten zersetzt. Das zersetzte Totholz ist zahlreich mit Maden, Asseln und Käfern besetzt. Am Rand der Fläche werden Schlehdornstecklinge gesteckt. Am 31. März ist aufgrund der ungewöhnlichen warmen Witterung der letzten 14 Tage mit Temperaturen bis 24° C ein starker Wachstumsschub bei den bereits bestehenden Pflanzen festzustellen. Neue Keimlinge konnten sich aufgrund des fehlenden Niederschlags auf dem oberflächlich inzwischen ausgetrockneten Boden jedoch nicht durchsetzen. Es dominieren Raps, Purpurrote Taubnessel und das Gewöhnliche Hirtentäschel, dazwischen die ausgebrachten Grassorten, Osterglocken, Balkan-Windröschen. Die Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen und Netzblatt-Schwertlilie vergehen. Es werden noch einmal 200 Gramm Wildblumensamen, 1.000 Gramm Sonnenblumenkerne und 1.000 Gramm Wildgras- und Kleesamen verteilt.

April: Am 5. April zeigen sich die Folgen der für die Jahreszeit ungewöhnlich langen Trockenheit und Wärme. Die letzten nennenswerten Niederschläge liegen drei Wochen zurück. Sonne und Wind haben den Boden vielfach schon zu dieser frühen Jahreszeit ausgedörrt, so daß keine neuen Pflanzen keimen konnten. Nur dort, wo der inzwischen 40 Zentimeter hohe Raps seine Umgebung beschattet hat, konnten andere Gräser und Kräuter gedeihen. Auf der übrigen Fläche ist das Wachstum trotz der schon seit zwei Monaten milden Temperaturen und weitgehend frostfreien Nächte aufgrund der fehlenden Niederschläge eingeschränkt, zum Teil sogar rückläufig. Da der sonst überall zahlreich auftretende Gewöhnliche Löwenzahn sowie Gänseblümchen sich mittels Aussaat überhaupt noch nicht auf der Fläche etablieren konnten, werden einige erwachsene Pflanzen auf die Fläche gesetzt. Den 8. April werden weitere 2.000 Gramm Gras- und Kleesamen sowie ca. 2.000 Samen von Klatschmohn, Kornblume, Gänseblümchen und Wiesenmargerite ausgebracht. Von den vielen tausend Baumsamen, die im Herbst verteilt worden waren, sind - soweit ersichtlich - bislang nur Ahorne gekeimt. Am Rand der Fläche blüht der Schlehdorn. An Insekten sind lediglich Hummeln in großer Zahl auszumachen. Während auf dem südlichen Teil der Fläche die Pflanzenwelt in wechselseitiger Beschattung gut und vielfältig gedeiht, konnte sich auf der restlichen Fläche aufgrund der Trockenheit bislang nur Ruderalvegetation lückenhaft und niederwüchsig etablieren. Besser gedeihen Pflanzen dort nur in einigen noch feuchten und schattigen Ackerfurchen. 22. April: die vergangenen zwei Wochen haben zwar die erwünschten Niederschläge gebracht; häufig aber in Form von Schnee und Graupel bei Temperaturen von deutlich unter 10 Grad und Nachtfrösten von bis zu -5 Grad, wodurch Keimung, Wuchs und Blüte vieler Pflanzen gehemmt wurden. Gleichwohl haben Höhe und Dichte der Vegetation in den vergangenen drei Wochen deutlich zugenommen. Beherrscht wird die Fläche derzeit von Raps und Hirtentäschel, die zwar inzwischen bis zu 100 Zentimer hoch stehen, jedoch sehr hager gewachsen sind. Buchenkeimlinge sind nur vereinzelt auszumachen, Ackerstiefmütterchen dagegen in großer Zahl. Aufgrund der feucht-kalten Witterung sind außer einigen Hummeln noch keine weiteren Insekten auszumachen. Auf dem Boden finden sich Kotspuren von Füchsen und Hasen. Es werden noch einmal 500 Gramm Samen von Scharfgarbe, Kamille, Akelei, Gänseblümchen, Ringelblume, Kornblume, Wiesenflockenblume, Wucherblume, Wilde Möhre, Heide-Nelke, Wiesen-Labkraut, Margerite, Klatschmohn, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Rotes Straußgras, Aufrechte Trespe, Wiesen-Kammgras, Schafschwingel, Rotschwingel, Flaches Rispengras, Wiesen-Rispe und Wiesen-Goldhafer ausgebracht.

Mai: 8. Mai. Die Fläche wird weiterhin von Raps, Hirtentäschel und Ackerstiefmütterchen dominiert. Dazwischen sind im wesentlichen nur verschiedene Klee- und Grassorten höherwüchsig. Aufgrund der für die Jahreszeit nach wie vor zu kühlen Witterung ist seit dem 22. April nur ein geringer Wachstumsfortschritt festzustellen. Für die Vielfalt und Menge der in den vergangenen 9 Monaten eingebrachten Samen ist die Pflanzendiversität noch recht gering. Obwohl naturgemäß erst im Sommer mit dem Wachstum vieler Kräuter und Blumen zu rechnen ist, sind bodennah bislang nicht einmal entsprechende Keimlinge auszumachen. Es werden noch einmal 300 Gramm Wildblumensamen - mehr als 50 verschiedene Sorten - ausgebracht. Selbst Löwenzahn konnte sich bislang nicht ansiedeln, weshalb von benachbarten Wiesen Samen gesammelt und verteilt werden. Am 12. Mai werden weitere 1.000 Gramm Wildblumensamen gesäht. Vier feuchtwarme Tage mit ergiebigen Niederschlägen haben genügt, um am 16. Mai ein explosionsartiges Höhenwachstum sowie die Keimung zahlreicher neuer Pflanzenarten festzustellen. Gleiches gilt für die Zahl und Vielfalt der Insekten, die sich zwischenzeitlich eingestellt haben. Unter Totholzstämmen haben sich Kolonien von schwarzen Gartenameisen angesiedelt. Weinbergschnecken, Marienkäfer, und verschiedene Schmetterlinge (u.a. Kohlweißlinge und Aurorafalter) sind zu beobachten. Unter den erblühenden Grassorten zeigt sich, daß noch viel Gerste von der letzten landwirtschaftlichen Nutzung im Boden war. 1.000 Gramm Sonnenblumenkerne sowie eine große Tüte gesammelte Löwenzahnsamen werden verteilt. Den 29. Mai 2017 ist infolge der sommerlichen Witterung der vergangenen 14 Tage ein großer Wachstumsfortschritt festzustellen. Gräser, Blumen und Kräuter stehen verbreitet über 100 cm hoch, vereinzelt bis zu 180 cm. Raps und Hirtentäschel sind verblüht, nunmehr blühen verschiedene Kleesorten (v.a. Persischer Klee und Inkarnatklee), Klatschmohn, Borretsch, Kamille, Zottige Wicke und Kornblumen sowie die verschiedenen Grassorten. Im hohen Gras sind einige Lager von Rehen zu sehen. Eine nervöse Ricke umkreist bei der heutigen Bestandsaufnahme die Wiese. Vermutlich verbirgt sich im hohen Gras ein Kitz. Dort wo der Bewuchs lichter ist, konnte sich einige junge Kastanien- und Eichenbäume etablieren. Auf der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche werden in dieser Saison offenbar Lupinen angebaut.

Juni: Am 9. Juni präsentiert sich eine typische wilde Sommerwiese, die dem Höhepunkt der Vegetation entgegenstrebt. Das Grundstück ist durch die benachbarten Grünstreifen nur noch schlecht erreichbar und selbst kaum noch begehbar. Die Gräser, Kräuter und Blumen stehen teilweise bis zu 180 cm hoch, durchgehend über 120 cm. Der zuvor dominante Hirtentäschel ist allenthalben vergilbt, zur Zeit herrscht unter den Grassorten der Wiesenschwingel vor. Dazwischen stechen insbesondere zahlreiche Kornblumen ins Auge. Desweiteren blühen gegenwärtig Kamille, Inkarnatklee, Klatschmohn und zottige Wicke. Durch das starke Höhenwachstum der vorgenannten Pflanzen werden niederwüchsige Blüher jedoch unterdrückt. Die neue Wiese hat sich offenbar als Lagerplatz für Rehe etabliert. Mehrere Rehböcke springen bei der aktuellen Begehung aus ihren Lagern hervor. Am 18. Juni dominieren unter den blühenden Pflanzen Kamille und Kornblume, dazwischen noch vereinzelt Klatschmohn, Kleesorten, Borretsch und Wicken. Außerdem nimmt der reifende Raps eine starke Stellung im Gesamtbild ein. Am 29. Juni hat die Frühjahrsvegetation ihren Höhepunkt überschritten. Der Bewuchs zeigt sich deutlich lichter und niederwüchsiger als 11 Tage zuvor. Die meisten Gräser, Frühjahrsblüher und der Raps sind von der Blüte- in die Reifephasen übergegangen. Stengel und Blätter vergilben und sind weniger voluminös. Einzelne Grassorten stehen noch über 200 cm hoch. Rehe haben zahlreiche Wege und großflächige Lager in die Wiese getreten, so daß ein Teil des Bewuchses platt am Boden liegt. Durch den Rückgang der Frühjahrs- und Frühsommerblüher gelangt wieder mehr Licht auf den Boden. Neue Keimlinge von Spätsommer- und Herbstpflanzen sind indes noch nicht auszumachen. Die noch Ende Mai festzustellenden zahlreichen einjährigen Jungbäume wie Eichen und Kastanien sind fast vollständig wieder eingegangen. Menge und Vielfalt des ausgebrachten Saatguts spiegeln sich noch nicht im Bewuchs wieder. Vielmehr entspricht der derzeitige Charakter der Fläche weitgehend einer Ruderalflur mit Resten von Agrarpflanzen, wie man sie ohnehin bei einer brachliegenden Ackerfläche erwarten würde und wie sie auch an den Rändern der Nachbarfelder vorkommen. Lediglich die zahlreichen verschiedenen Grassorten, die im Sommer 2016 in Felderm und Wäldern gesammelt worden waren, und hier bis zur Reife gedeihen dürfen, unterscheiden die Fläche von einer Brachfläche oder bewirtschafteten Wiese. Daneben stechen Kletten-Laubkraut und Zottige Wicke hervor. Sonnenblumen konnten sich trotz mehrfacher und zahlreicher Aussaat überhaupt nicht durchsetzen. Vereinzelt sind weiterhin Weinbergschnecken zu beobachten.

Juli: Den 20. zeigt sich die Fläche hochsommerlich braun/gelb. Die meisten Gräser und einjährigen Pflanzen sind verblüht und auf dem Rückzug. Dort, wo die Vegetation besonders hoch und dicht gewachsen war, liegen die Pflanzen, teils durch Rehe, teils durch Witterung umgelegt, schwer und dick auf dem Boden. Gleichwohl sprießen zwischen den absterbenden Pflanzen schon wieder neue Keimlinge der Herbst- und Spätblüher. Vereinzelt kommen Studenten- und Ringelblumen sowie kleine Sonnenblumen hervor. Zwischen den zürückgehenden einjährigen Pflanzen sind jetzt wieder deutlich mehr junge Eichen-, Kastanien- und Anhornbäume zu sehen. Etwa 30 in diesem Frühjahr in Töpfen gezogene Buchen-, Kastanien- und Ahornbäume werden zusätzlich auf das Feld gesetzt. In Blüte stehen derzeit nur noch Kamille, Kornblumen und Klatschmohn. Da die Vegetation bodennah teilweise noch immer sehr licht ist, werden noch einmal 200 Gramm auf benachbarten Wiesen gesammelte Gras- und Blumensamen verteilt. Die besonders auf dem Südteil der Fläche verbreiteten abgestorbenen Rapspflanzen werden durch Herausreißen weitgehend entfernt, damit in der kommenden Saison der Raps nicht mehr dominiert und allenfalls noch vereinzelt vorkommt. Unter dem Raps konnten sich keine anderen Pflanzen durchsetzen, so daß hier nach wie vor der nackte Ackerboden liegt.

August: Den 5. Die Frühjahrsvegetation ist weiterhin im Absterben begriffen. Die Wuchshöhen haben sich um rund 1 Meter verringert. Sommerblumen und Kleesorten wachsen zwischen den reifen Gräsern. Am 20. ist ein zweites Ergrünen der Fläche festzustellen. Die erste Generation der Pflanzen ist vollständig abgestorben, dazwischen erblüht und wächst insbesondere eine zweite Generation Klee, Ackerstiefmütterchen und purpurrote Taubnesseln sowie Studenten-, Sonnen- und Ringelblumen. An den Rändern der Fläche sind die länglichen Aufwurfhügel von Wühlmäusen festzustellen.

September: Am 3. haben sich viele Spätsommerblumen gegen die absterbene Frühjahrsvegetation durchgesetzt und stehen in voller Blüte. östlich angrenzende Heckenstreifen dient trotz eines unweit verlaufenen Radweges Rehwild als Ruhezone. Von hier hat das Wild mehrere Wildwechsel durch die neue Wiese zu den angrenzenden Ackergrundstücken getreten.

Fotodokumentation

August 2016:

September 2016:

Oktober 2016:

November 2016:

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Februar 2017:

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März 2017:

April 2017:

Mai 2017:

Juni 2017

Juli 2017