Renaturierung einer landwirtschaftlichen Fläche in Nordhessen II

Der Artikel behandelt den Versuch der Renaturierung einer landwirtschaftlichen Fläche in Nordhessen.

Ausgangslage und Grundgedanke

Ganz im Norden Hessens, Tal der Diemel, konnte im Sommer 2017 eine Kleinfläche von rund 8.680 m² erworben werden. Es handelt sich um eine bislang als Grün- und Ackerland genutzte Fläche, die zwischem einem Wasserlauf im Nordwesten und einer Waldfläche im Südosten liegt. Die südwestlich und nordöstlich angrenzenden Flächen werden weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Experimentell soll der Versuch unternommen werden, die Fläche beschleunigt zu renaturieren und in ein naturnahes Kleinbiotop mit natürlicher Vegetation umzuwandeln.

Die Fläche liegt auf ca. 115 m ü. NHN. Sie ist annähernd rechteckig mit einer Ausdehnung von 111 Meter x 94 Metern. Im Nordwesten reicht der Bogen eines Wasserlaufs in das Grundstück hinein. Durch die breite Tallage ist das Grundstück weitgehend eben, mit einigen größeren Mulden. Im Südosten gehören einige Meter des angrenzenden Waldrandes zu der Fläche, die dort mit alten Eichen, Buchen und Ahornen bestückt ist. Die Fläche wurde im Sommer 2017 als Grünland genutzt und in der Saison 2015/16 als Getreidefeld.

Ausgangslange

Bei Übernahme des Grundstücks Ende August 2017 zeigt sich die Wiese frisch gemäht. Die jeweils rund 100 Meter langen Nord- und Südgrenzen zwischen Wasserlauf und Wald werden mit einem Weidezaun zu den angrenzenden Wiesenflächen abgegrenzt. Entlang des Wasserlaufs gehören zu dem Grundstück zwei große, sehr alte Weiden, mehrere jüngere Weiden sowie zwei junge Elsbeeren-Bäume/Büsche. Entlang des südöstlichen Waldrandes begrenzt ein alter, zurückgebauter Bahndamm mit Bruchsteinstützmauer das Grundstück. Die Mauer ist weitgehend überwuchert sowie mit Totholz belegt und wird von Waldeidechsen und Grasfröschen besiedelt.