Heinrich von Gudenberg

Heinrich von Gudenberg (* um 1460; vor 1508), genannt auch Henrich, war ein Burgmann zu Wolfhagen.

Leben

Heinrich war der Sohn des He(i)nrich von Gudenberg (* um 1410; 1476).[1] Die von Gudenberg wohnten, jedenfalls in späterer Zeit, zu Elmarshausen bei Wolfhagen. Im Siegel führten sie einen Viertelmond, beide Spitzen oder Hörner nach oben gekehrt.[2] Der Mond war ein Symbol von Wodan (Guodan), dessen Name auch der Bezeichnung des Burgsitzes von Gudenburg zugrunde liegt.[3] Heinrich wird genannt zwischen 1480 und 1488. Nach einer Lehensurkunde von 1482 erhalten Heinrich und seiner Bruder Philipp von Gudenberg ein Malsburgisches Lehen. [4]

Er war in erster Ehe verheiratet mit Jutta Taschenmacher und in zweiter Ehe mit Regula von Hornhusen. Die Ehen blieben anscheinend kinderlos. [5] Aus einer weiteren Verbindung mit einer Adelheid, die 1508 als Heinrichs Witwe bezeichnet wird, stammt Johann (von) Gudenberg (um 1500-vor 1560). [6] Möglicherweise stammt dieser Johann jedoch auch von einem anderen Heinrich von Gudenberg ab, der als Bastard bezeichnet wird und ein Halbbruder Heinrichs oder dessen illegitimer Sohn gewesen sein könnte. [7]

Anmerkungen

[1] Hermann STEINMETZ, Die Waldeckischen Beamten vom Mittelalter bis zur Zeit der Befreiungskriege, in: Geschichtsblätter für Waldeck, 49. Band (1957), 4. Fortsetzung, S. 1-114 [108]; Geschichtsblätter für Waldeck, 47. Band (1955), 3. Fortsetzung, S. 5-112 [56].
[2] Johann Adolph Theodor Ludwig VARNHAGEN, Grundlagen der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Band I, Göttingen 1825, S. 296 Anm. p.; Helmut NICOLAI/Wilhelm HELLWIG/Heinrich HOCHGREBE, Waldeckische Wappen - Beiträge zur Familiengeschichte, Teil 1, Einführung in die Heraldik und Adelswappen, Waldeckische Forschung, Band 1, Waldeckischer Geschichtsverein (Herausgeber), Arolsen 1985, Tafel IX, Wappen Nr.49 (S. 135) und S. 199.
[3] NICOLAI/HELLWIG/HOCHGREBE (wie Anm. 2), S. 199.
[4] STEINMETZ (wie Anm. 1), 49. Band (1957), S. 108; 56. Band (1964), S. 18.
[5] STEINMETZ (wie Anm. 1), 56. Band (1964), S. 18.
[6] STEINMETZ (wie Anm. 1), 47. Band (1955), S. 56; 56. Band (1964), S. 18, 105-106.
[7] Vgl. STEINMETZ (wie Anm. 1), 56. Band (1964), S. 18.