Friedrich Löwenstein

Friedrich Löwenstein, August 1933.
Privatarchiv.

Friedrich Löwenstein (* 30. Juli 1911 in Korbach; 29. September 1945 Kowel/Ukraine) war ein Kaufmann in Korbach.

Leben

Löwenstein war das ältere von zwei Kindern des Schneidermeisters Friedrich Löwenstein aus Korbach und seiner Ehefrau Ida Lückel Mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Ilse (1913-1988) wuchs er in dem elterlichen Haus Stechbahn 10 in Korbach auf.

Von März 1928 bis März 1930 absolvierte er in einem Herrenbekleidungsgeschäft in Kassel eine Lehre zum Verkäufer. Anschließend kehrte er nach Korbach zurück und übernahm den Betrieb seines im Februar 1930 verstorbenen Vaters. Im August 1933 reiste er nach London. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der SA. Mitte der 1930er Jahre besuchte er New York. Am 1. Mai 1937 trat er in die NSDAP ein (Mitglied-Nr. 4708632). Weihnachten 1937 verlobte er sich mit Nelly Jung.

1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Er war eine Nachschubeinheit zugeordnet und verbrachte den Beginn des Krieges zunächst bei der Instandsetzungstruppe des Heimatkraftfahrparks in Kassel, später folgte er mit seiner Kompanie der Front nach Polen und Rußland. Schließlich wurde seine Einheit nach Finnland verlegt. Gegen Ende des Krieges wurde er in den Raum Berlin beordert, wo er an der Havel bei Potsdam in russische Kriegsgefangenschaft geriet. Er bekleidete zuletzt den Rang eines Unteroffiziers. Am 29. September 1945 verstarb er in einem Kriegsgefangenenlager Nr. 6331 in Kowel an einer Blutvergiftung am Bein, die er sich bei Bauarbeiten am dortigen Bahnhof zugezogen hatte.

Friedrich war seit 1939 verheiratet mit Nelly Jung, mit der er einen Sohn hatte (* 1944).