Hinter dem Kloster 14 (Korbach)

Das Haus Hinter dem Kloster 14 im September 2014.
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Das Haus Nr. 14 in der Straße Hinter dem Kloster ist ein 1700 von dem Schneidermeister Nicolaus Meinhardt errichtetes Fachwerkhaus in der Altstadt von Korbach [1]

Geschichte

Im ersten Gefach links neben der Haustür ist eine Wappenrolle gemalt, auf eine Kelle und ein Hammer zu sehen sind, welche auf den früheren Eigentümer, einen Maurer, hinweisen. Der dort zu lesende Schriftzug "Erbaut 1759" dürfte das Alter des Hauses jedoch nicht zutreffend wiedergeben (vgl. oben).

1. Erbauer und erster bekannter Eigentümer des Grundstücks war der Schneider Nicolaus Meinhard (* um 1646; begr. 26.03.1724; 77 Jahre, 9 Monate), Sohn des Schneidermeisters Johannes Meinhard (* 1612; begr. 22.12.1672). [2] Dessen Eltern waren der Amtmann Bernhard Meinhard und Adelheid Grothe ( 19.09.1591 in Landau). Sie war die Tochter des Christoph Grothe, Pfarrers zu Helsen und Hofprediger zu Arolsen. Bernhard Meinhard war von 1586 bis 1593 Kanzleischreiber in Arolsen und von 1593 bis 1597 Amtmann in Landau, wo er noch 1613 lebte. Neben dem Korbacher Schneidermeister Johannes Meinhard hatten die Eheleute ein weiteres Kind: Bernhard Meinhard jr., Schulmeister zu Rhoden und später Pfarrer zu Niederwaroldern. [3] Nicolaus Meinhard heiratete am 2. November 1675 Sophia Hampe, Witwe des Gideon Hampe, Geburtsname unbekannt.

Das Haus stand in der Zeit von Februar bis April 2016 für 49.000,- Euro zum Verkauf. Es wurde in der Anzeige als "sanierungsbedürftig" bezeichnet. Die Grundstücksfläche wurde mit 141 m², die Wohnfläche mit 120 m² angegeben, 5 Zimmer.















Bilder

Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS/Karl WILKE (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 2, Professor-Bier-Straße - Hinter dem Kloster - Bunsenstraße, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.), 2. Auflage 1998, S. 150-151. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS/WILKE. Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.
[2] Hermann STEINMETZ, Die Waldeckischen Beamten vom Mittelalter bis zur Zeit der Befreiungskriege, in: Geschichtsblätter für Waldeck, 45. Band (1953), S. 90-174 [100].
[3] Alle Angaben nach STEINMETZ (wie Anm. 2).