Philipp von Gudenberg

Philipp von Gudenberg (* um 1460; 1492/93), war ein Adeliger, der im nordhessischen Raum Wolfhagen ansässig war.

Leben

Philipp war der Sohn des He(i)nrich von Gudenberg (* um 1410; 1476).[1] Die von Gudenberg wohnten, jedenfalls in späterer Zeit, zu Elmarshausen bei Wolfhagen. Im Siegel führten sie einen Viertelmond, beide Spitzen oder Hörner nach oben gekehrt.[2] Der Mond war ein Symbol von Wodan (Guodan), dessen Name auch der Bezeichnung des Burgsitzes von Gudenburg zugrunde liegt.[3] Philipp war 1480 noch unmündig, sein Vormund war damals sein Schwager, Hermann von Meisenbug. [4] Nach einer Lehensurkunde von 1482 erhalten Philipp von Gudenberg und sein Bruder Heinrich von Gudenberg ein Malsburgisches Lehen, das 1493 Ebert, Philipps von Gudenberg sel. Sohn erhielt. Danach ist Philipp, der 1487 als "Wapener" erwähnt wird, um 1492/93 gestorben. [5]

Am 4. Dezember 1487 veräußert Philipp mit seiner Frau Dorothea Geppenhagen an das Kloster Höhnscheid. [6] Das Paar hatte (mindestens) ein Kind:

Eberhard von Gudenberg (um 1490-1535), mit dem das Geschlecht 1535 im Mannestamm ausstarb.

Eberhard lag im Jahr 1516 wegen der vorgenannten Verschreibung des Geppenhagen mit dem Kloster Höhnscheid in Streit.[7] Philipp von Gudenberg belehnte am 27. Mai 1489 den Korbacher Ratsmann Conrad Leusmann mit zwei Hufen in "Helichfoerste" (Heiligforst) in der Feldmark von Volkmarsen und 1/8 des Zehnten in Wetter ebenda.[8]

Anmerkungen

[1] Hermann STEINMETZ, Die Waldeckischen Beamten vom Mittelalter bis zur Zeit der Befreiungskriege, in: Geschichtsblätter für Waldeck, 49. Band (1957), 4. Fortsetzung, S. 1-114 [108]; Geschichtsblätter für Waldeck, 47. Band (1955), 3. Fortsetzung, S. 5-112 [56].
[2] Johann Adolph Theodor Ludwig VARNHAGEN, Grundlagen der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Band I, Göttingen 1825, S. 296 Anm. p.; Helmut NICOLAI/Wilhelm HELLWIG/Heinrich HOCHGREBE, Waldeckische Wappen - Beiträge zur Familiengeschichte, Teil 1, Einführung in die Heraldik und Adelswappen, Waldeckische Forschung, Band 1, Waldeckischer Geschichtsverein (Herausgeber), Arolsen 1985, Tafel IX, Wappen Nr.49 (S. 135) und S. 199.
[3] NICOLAI/HELLWIG/HOCHGREBE (wie Anm. 2), S. 199.
[4] STEINMETZ (wie Anm. 1), 47. Band, S. 56.
[5] STEINMETZ (wie Anm. 1), 49. Band, S. 108.
[6] STEINMETZ (wie Anm. 1), 47. Band, S. 56.
[7] Friedrich SCHUNDER, Die von Löwenstein - Geschichte einer hessischen Familie, Lübeck 1955, 2 Bände und Stammtafeln, Band 2, Regest Nr. 570 (S. 225-226).
[8] Friedrich Josef HEIDENREICH, Die Familie Leusmann und ihr Verwandtenkreis, in: Hessische Familienkunde, Band 17, Heft 7, 1985, Sp. 333-352 [335].