Tränkestraße Pforthaus (Korbach)

Im Winkel zwischen den Häusern Klosterstraße 17 und 19 standen bis um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zwei weitere Häuser. Anklicken für größere Version.

Das Pforthaus des Tränketors in der Tränkestraße war ein Fachwerkhaus unbekannten Baujahres in der Altstadt von Korbach. [1] Es wurde um das Jahr 1900 abgerissen. Es stand neben dem Haus Klosterstraße 17, gegenüber der Einmündung Grabenstraße.

Geschichte

1. Das Pforthaus des Tränketors stand zunächst im Eigentum der Stadt Korbach.

2. 1846 erwarb Johanna Catharina Knippschild, geborene Emde (* in Alleringhausen; 24.08.1857) das Haus. Sie war die Tochter des Müllers Johann Georg Henrich Emde in Alleringhausen und der Joh. Elisabeth Kalhöfer.[2] Am 5. August 1810 heiratete sie in Rhena den Zimmermann Friedrich Mörchen/Mörken (* 20.07.1777; 30.06.1811), Sohn des Müllers Johann Heinrich Mörchen in Rhena und der Anna Marie Arend aus Eppe.[3] Eine zweite Ehe ging sie am 27. August 1818 in Rhena mit dem Metzgermeister Johann Wilhelm Beile ein.[4] In dritter Ehe war sie seit dem 16. April 1827 mit dem Tagelöhner und Schweinehirten der Altstadt Johann Henrich Knippschild (* 04.12.1771; 24.03.1845) verheiratet. Er war der Sohn des Christoph Knippschild aus Lelbach und der Anna Elisabeth Brützel aus Thalitter. Knippschild war in erster Ehe seit dem 7. Dezember 1810 mit Catharina Elisabeth Kaiser verheiratet (* um 1770 in Willingen; 13.01.1825, 55 Jahre).

3. Um 1855 kaufte das Korbacher Hospital (siehe Klosterstraße 15 und 17) das Gebäude.

4. 1858 Maria Catharina Margarethe Schweitzer.

5. 1871 Johann Heinrich Geldmacher.

6. 1873 Heinrich Justus Ludwig Frese.

7. 1886 Stadt Korbach.



Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 7, Dalwigker Straße - Am Butterturm - Grabenstraße - Entengasse - Tränkestraße, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1960, S. 81-82. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS. Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.
[2] Peter KNORR/Karl THOMAS (Bearb.), Waldeckische Ortssippenbücher, Band 52, Alleringhausen, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1994, S. 149, Nr. 107.
[3] KNORR/THOMAS (wie Anm. 2), S. 196, Nr. 379; Hilmar G. STOECKER (Bearb.), Waldeckische Ortssippenbücher, Band 22, Rhena, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1980, S. 181, Nr. 727, 730.
[4] STOECKER (wie Anm. 3), S. 108, Nr. 77.