Hermann I. von Löwenstein-Romrod

Hermann I. von Löwenstein-Romrod (* um 1230; 1282/83) war ein Ritter, der in der Umgebung des nordhessischen Kellerwaldes, im Löwensteiner Grund, ansässig war.

Leben

Hermann I. von Löwenstein-Romrod war das vierte von fünf Kindern des Werner II. von Bischofshausen und seiner Ehefrau Gertrud von Itter.

Mit seiner Ehefrau Hedwig von Romrod hatte er acht Kinder: [1]

Hermann II. Löwenstein-(Romrod)
Friedrich (genannt 1276)
Werner (Kanoniker zu Fritzar, erwähnt zw. 1276 u. 1318)
Jutta (genannt 1276)
Adelheid (genannt 1276)
Heinrich (Deutschordensritter zu Marburg, Generalkontur in Thüringen, Vogt in Kirchhain, Deutschordensritter in Marienburg, genannt zw. 1282 u. 1342)
Berthold (Mönch in Hersfeld, Probst in Kreuzberg, erwähnt zw. 1282 u. 1309)
Albert (Mönch in Haina, genannt zw. 1282 und 1308)

Hermann I. wird erstmals gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Geschwistern Heinrich, Werner und Bertha in einem Vertrag vom 16. Mai 1249 genannt, mit dem die Familie zugunsten des Klosters Werbe auf ihr Recht an dem Zehnten in Basdorf verzichtet. [2] Letztmalig tritt er in einer Urkunde vom 27. September 1282 in Erscheinung, als er gemeinsam mit seinem Bruder Werner und seinem Neffen Werner, Sohn seines verstorbenen Bruders Heinrich, die Hälfte ihres Hofes in Dorfitter mit allem Zubehör dem Kloster Netze übereignen. [3] Am 23. Oktober 1283 bestätigen seine Söhne Hermann, Heinrich, Werner, Berthold und Albert die von ihren Eltern vorgenommene Schenkung ihres Anteils am Zehnten zu Leimbach an Abt und Konvent des Klosters Haina; [4] Hermann wird zu diesem Zeitpunkt also bereits tot gewesen sein.

Anmerkungen

[1] Friedrich SCHUNDER, Die von Löwenstein - Geschichte einer hessischen Familie, Lübeck 1955, Stammtafel III - Die von Löwenstein (-Romrod) - Ältere Linie; vgl. auch SCHUNDER, Band 2, Regest Nr. 52 (Seite 36): Urkunde vom 13. Dezember 1276.
[2] SCHUNDER (wie Anm. 1), Band 2, Regest Nr. 7 (Seite 14).
[3] SCHUNDER (wie Anm. 1), Band 2, Regest Nr. 60 (Seite 39).
[4] SCHUNDER (wie Anm. 1), Band 2, Regest Nr. 61 (Seite 40).