Kirchstraße 18a (Korbach)

Das Haus Kirchstraße 18a im April 2015.
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Das Haus Nr. 18a in der Kirchstraße ist eine wahrscheinlich im 14. Jahrhundert errichtete Steinkammer in der Altstadt von Korbach [1] Das Gebäude gehört zum Anwesen Kirchstraße 18, mit dem es baulich verbunden ist. Die Bezeichnung "Nr. 18a" ist nicht offiziell, sondern wird hier zur Abgrenzung gegen den jüngeren Fachwerkbau verwandt.

Geschichte

Das Haus ist die einzige bekannte Steinkammer in der Neustadt. Die Altstadt verfügte mindestens über fünf dieser Speicherhäuser, von denen noch drei erhalten sind (Enser Straße 7, Violinenstraße 3, Kirchplatz 2). Die erste urkundliche Nennung dieses Hauses erfolgte wahrscheinlich in einer Urkunde vom 1. Februar 1493. In dieser stellt Grete Essinckhusen, Witwe des Deghels von Dehausen, ihr Haus, Steinkammer, auf der Neuen Straße in Korbach hinter dem Turm der Kapelle St. Nicolai als Sicherheit für eine Kaufvertragsforderung. [2] In der Urkunde werden auch die Verwandten der Grete Essinckhusen genannt, nämlich ihr verstorbener Schwager Hans Fryge und dessen verstorbene Frau Gertrud, ihre Schwester, deren Tochter Katharina Fryge sowie ihr Bruder Dietrich Essinckhusen, welcher Vormund ihrer Nichte Katharina ist.




















Bilder

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Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS/Karl WILKE/Lothar GERLACH (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 3, Kirchstrasse - Unterstrasse - Nikolaistrasse - Oberstrasse - In der Pforte - Brauberg - Ketzerbach - Ascher - Mauergasse, 2. Auflage, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 2003, S. 65-68. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS (wie Anm. 1). Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.
[2] Bernd KRÖPELIN (Bearb.), Korbacher Urkunden - Regesten, Band 4, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1998, S. 201-202, Nr. 601.