Kirchstraße Hausstätte zwischen 6 und 8 (Korbach)

Zwischen den Häusern Nr. 6 und Nr. 8 in der Kirchstraße in Korbach stand bis Ende des 19. Jahrhunderts ein wahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts errichtetes großes Wohnhaus. [1] Heute findet sich auf dem Gelände ein zum Haus Nr. 8 gehörendes, 1893 errichtes kleines Schmiedegebäude sowie ein der Stadt gehörender Durchgangsweg.

Geschichte

1. Erster bekannter Eigentümer war der Bäckermeister Jürgen (Georg) Schotte (* um 1648; begr. 07.09.1712, 64 Jahre). Er war der Sohn des Bäckermeisters Johannes Schotte (Bürger 1651) und der Christina Richter aus Pirna. Schotte erwarb 1676 die Bürgerrechte und war im Jahr 1700 Mitglied des Rats sowie in den Jahren 1688, 1695 und 1702 Dechant der Bäckergilde. Seine erste Ehefrau war eine Cathharina Elisabeth (begr. 19.04.1703, 55 Jahre). Eine zweite Ehe ging er am 24. April 1708 mit Ermegard Knipp aus Immighausen ein. Sie war die Tochter des Ditmar Knipp aus Immighausen.

2. Im Wege der Erbfolge wurde im Jahre 1713 der Bäckermeister Johann Jost Schotte (~ 28.06.1687; begr. 21.02.1767, 80 Jahre), Sohn von Nr. 1, neuer Eigentümer. Er war Bürger seit 1717 und Dechant der Bäckergilde in den Jahren 1717, 1727 und 1742. Am 10. Mai 1713 heiratete er Anna Dorothea Magdalena Haxthausen (~ 15.11.1695; begr. 22.01.1738), Tochter des Justus Haxthausen und der M. Agnetha Rohland.

Bilder

Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS/Karl WILKE/Lothar GERLACH (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 3, Kirchstrasse - Unterstrasse - Nikolaistrasse - Oberstrasse - In der Pforte - Brauberg - Ketzerbach - Ascher - Mauergasse, 2. Auflage, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 2003, S. 51-52. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS (wie Anm. 1). Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.