Kleine Gasse 2 (Korbach)

Das Haus Kleine Gasse 2 im Dezember 2016
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Das Haus Nr. 2 in der Kleinen Gasse ist ein Wohnhaus in der Altstadt von Korbach [1]

Geschichte

THOMAS (wie Anm. 1) gibt als Baujahr 1861 an. Das heutige Gebäude scheint jedoch jünger (1960er/70er?) oder wurde erheblich umgebaut. Die Geschichte des Grundstücks lässt sich nur bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Vielleicht fand sich hier früher ein zum einem anderen Haus gehörendes Stallgebäude oder ein Gartenplatz.

1. Der Bauherr dieses oder des Vorgängerbaus war der Schneidermeister Friedrich Wilhelm Wigand (* 11.09.1816 in Rhena; 28.03.1893). Er war ein nichteheliches Kind des Advocaten Johann Friedrich Ernst Wolrad Wigand. Am 9. Juni 1848 heiratete er Helena Müller (* 22.11.1810; nach 1893, nicht in Korbach). Sie war die Tochter des Musikus Caspar Müller aus Solz/Nassau. Aus der Ehe stammten neun Kinder, die aber nicht in Korbach verblieben sind. Wilhelm Wigand hatte 1848 zunächst das Haus Dalwigker Straße 6 erworben. 1863 veräußerte er das vorliegende Gebäude an Nr. 2 und errichtete das Haus Grabenstraße 1.

2. 1863 erwarb der Gestütswärter Johann Friedrich Wilhelm Konrad Kann (* um 1828 in Twiste; 08.05.1891) das Haus. Er heiratete am 16. Oktober 1859 in Heringhausen Friederike Pistorius, Tochter des Schmiedemeisters Christian Pistorius in Heringhausen. Vermutlich war sie eine Verwandte des in der Rathausgasse 7 wohnenden Christian Pistorius.


















Äußeres Erscheinungsbild

Bilder

Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 6, Kirchplatz - Marktplatz - Enser Straße - Katthagen - Kleine Gasse, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1960, S. 115-116. Alle Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS. Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.