Kirchstraße 24 (Korbach)

Das Haus Kirchstraße 24 im März 2016.
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Das Haus Nr. 24 in der Kirchstraße ist ein 1698/1699 von dem Pfarrer Johann Henrich Linnekogel errichtetes Fachwerkhaus in der Altstadt von Korbach [1]

Geschichte

1. Erster bekannter Eigentümer war der Pfarrer Johannes Linnekogel (* 17.12.1617; 11.02.1703 in Berndorf), Sohn des Bäckermeisters Johannes Linnekogel (Bürger 1614). Johannes Linnekogel jun. war von 1642 bis 1703 Pfarrer in Berndorf. Korbacher Bürger wurde er 1674. Er war verheiratet mit Margarethe Elisabeth Goette, Tochter des Jacob Goette zu Helmscheid.

2. Der Pfarrer Johann Henrich Linnekogel (* 1662 in Berndorf; 01.05.1712), Sohn von Nr. 1, wurde 1698/99 Eigentümer des Grundstücks. Er heiratete am 6. Februar 1693 in Berndorf Maria Christiane Nelle (* 24.10.1671 in Mühlhausen; begr. 31.05.1714), Tochter des Pfarrers Henrich Nelle in Mühlhausen und der Anna Margarethe Wolff. Das Paar hatte wenigstens zwei Kinder: Nr. 3 und Anna Marie Linnekogel, die die zweite Ehefrau des Lehrers Franz Müller (Bunsenstraße 9) wurde.

3. Durch Eheschließung erwarb im Jahr 1717 der Notar Dietrich Conrad Goette (* um 1686; begr. 22.01.1736) das Gebäude, indem er sich am 30. Oktober 1715 mit Maria Catharina Linnekogel (* 15.07.1696 in Berndorf; gebr. 28.06.1731) vermählte, Tochter von Nr. 2. Eine zweite Ehe ging er am 15. April 1732 mit Anna Luciana Wagner ein. Sie heiratete in zweiter Ehe am 17. August 1745 den Stadtrezeptor Henrich Daniel Leonhard (Kirchstraße 11).

4. Erst 1760 werden neue Eigentümer eingetragen. Das Anwesen geht zur Hälfte an die Erben des Dietrich Conrad Goette und zur anderen Hälfte an den Rentmeister zu Flechtdorf, Hermann Christoph Lambrecht (* 23.12.1698 in Uslar; 11.11.1723 in Flechtdorf), Sohn des Amtmanns Hermann Nicolaus Lambrecht zu Mengeringhausen. Er heiratete am 23. September 1727 in Mühlhausen Philippine Dülfer (*19.12.1703 in Mengeringhausen; 03.02.1774 in Flechtdorf), Tochter des Pfarrers zu Mühlhausen Johann Georg Dülfer und der Clara Elisabeth Wüsten.

5. Im Jahr 1764 erwarb das Grundstück zunächst zur Hälfte, 1775 sodann das ganze Anwesen der Bäcker Johann Bernhard Philipp Thomas Goette (* um 1715 in Lengefeld; begr. 03.02.1788, 72 Jahre), [2] Sohn des Dorfrichters Johann Wilhelm Goette aus Lengefeld. Verheiratet war er mit Margarethe Elisabeth Leinenkogel (* um 1733; 18.02.1803).

6. 1787/1804 Franz Wilhelm Goette.

7. 1831 Christian Friedrich Wilhelm Huge.

8. 1859 Henrich Friedrich Ludwig Huge.

9. 1885 Carl Fredrich Wilhelm Tent.

10. 1912 Wilhelm Tent.

11. 1957 Erbengemeinschaft Tent: Hermine und ERna Tent.

12. 1965 Mertin & Co.

13. 1974 Gerhard Schauer

14. 1995.

Bilder

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Anmerkungen

[1] Hermann THOMAS/Karl WILKE/Lothar GERLACH (Bearb.), Die Häuser in Alt-Korbach und ihre Besitzer, Heft 3, Kirchstrasse - Unterstrasse - Nikolaistrasse - Oberstrasse - In der Pforte - Brauberg - Ketzerbach - Ascher - Mauergasse, 2. Auflage, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 2003, S. 77-79. Alle folgenden Daten, soweit nicht anders vermerkt, nach THOMAS (wie Anm. 1). Falls nicht anders angegeben, sind alle genannten Personen in Korbach geboren und gestorben.
[2] Bei Eckhard SCHMIDT (Bearb.), Waldecksche Ortssippenbücher, Band 21, Lengefeld, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1980, S. 136, Nr. 205a, ist Thomas Goette nicht unter den Kindern des Richters Wilhelm Goette aufgeführt. Wilhelm Goette war verheiratet mit Anna Catharina Schumacher aus Korbach, Tochter des Peter Conrad Schumacher und der Anna Margarethe Leusmann; vgl. Martin RUDOLPH (Bearb.), Korbacher Bürgerfamilien - Die Nachkommen des Korbacher Bürgermeisters Curt Schumacher, 1585-1660, Stadtarchiv Korbach (Hrsg.) 1976, S. 31, 63.